Ein Puzzle aus Bach und moderner Kosmologie (3 von 3). Letzter Teil der Zeitreise

Episode von Dreistromgeschichten von Thomas Jung | Kirchenmusik, Sakrale Musik · 3. September 2019 · 17 min

Mit

dieser siebten Episode beenden wir unsere Zeitreise. Ein Sprung zum

Beginn des Universums katapultiert uns 13,7 Milliarden Jahre zurück, in

die Strahlungshölle der allerersten Beginns von allem. Wir hören, was

die Naturwissenschaftler über die Entstehung von Materie und Licht

berichten.

Parallel

beschäftigen wir uns mit einer reifen Choralbearbeitung Johann

Sebastian Bachs für die Orgel über Martin Luthers "Wir glauben all' an

einen Gott". Das Stück trägt die Nummer 680 im Bachwerkeverzeichnis

(BWV). Luthers Lied ist eine Nachdichtung des "Credo", des christlichen

Glaubensbekenntnisses also, entsprechend geht es auch hier um den

"Schöpfer des Himmels" - und damit implizit um die Schöpfung.

Nun

schreibt der späte Bach keine "leeren Töne". Jede Note ist an die

Glasperlenspiele der musikalischen Formen gebunden, oft aber auch von

Inhalten motiviert. Ist das in BWV 680 auch der Fall? Wenn ja - was

erzählt Bach über die Schöpfung? Über Gott? Oder, in seiner

Christusfrömmigkeit, über Christus?

Was

sagen die Kosmologen? Gibt es Parallelen? Unterschiede? In einer Art

"mentalen Puzzles" stellen wir beides nebeneinander. Wir lernen einen

zentralen Aspekt der modernen Kosmologie kennen und bekommen Einblicke

in das musikalisch-formale Denken eines der größten Musiker der Welt.

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