Morde nicht! Maria-Maria
Episode von Denken, Glauben, Fragen – aus der Katholischen Akademie Berlin von Katholische Akademie in Berlin · 3. März 2025 · 55 min
Am 2. Februar wird weltweit in den katholischen Kirchen Maria Lichtmess gefeiert. Anlass für uns, einen Abend mit einer besonderen Lesung zum Thema Maria anzubieten. Die Schriftstellerin Carmen-Francesca Banciu liest ihren Text „Morde nicht! Maria-Maria“.
Darin denkt die Figur der Maria-Maria, rumänische Tochter einer jüdisch-katholischen Mutter, über die Entstehung der Ambivalenzen in ihrem Verhältnis zur Mutterschaft nach. Diese ergeben sich aus einer doppelten Strenge, der sie in ihrem Heranreifen ausgesetzt war. „Marie, die reine Magd“ war das stumme Ideal – es geriet in einen stürmischen Konflikt mit anderen Idealen, mit einer harten „sozialistischen“ Wirklichkeit und mit den unter all den verschiedenen Anforderungen verschütteten oder verbogenen eigenen Wünschen.
Carmen-Francesca Banciu ist eine deutsche und rumänische Schriftstellerin. Sie studierte Kirchenmalerei in Arad und Außenhandel in Bukarest. Die Verleihung des Internationalen Kurzgeschichtenpreises der Stadt Arnsberg für die Erzählung Das strahlende Ghetto (1985) hatte für sie ein Publikationsverbot in Rumänien zur Folge. 1991 kam Banciu nach Deutschland, eingeladen durch das Künstlerprogramm des DAAD, und lebt seit 1992 als freie Autorin in Berlin. Zu ihren zahlreichen Auszeichnungen zählt die Nominierung ihres Romans Lebt wohl, Ihr Genossen und Geliebten! für den Deutschen Buchpreis 2018. Ihre Texte wurden in viele Sprachen übersetzt.
Aktuelle Veröffentlichungen:
2024 ILSEBILL salzt nach. Ein Briefroman, PalmArtPress
2024 MUTTERS TAG. Das Lied der traurigen Mutter, PalmArtPress, Neuauflage, mit einem Nachwort von Sieglinde Geisel
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