Führungsverständnis #dBp123

Episode von dehner Business Podcast - Organisationale Resilienz, Unternehmenskultur und Leadership von Alice Dehner · 5. August 2026 · 9 min

Führungskräfte, die neu in diese Rolle hineinwachsen, wünschen sich häufig, Teil ihres Teams zu bleiben. Sie setzen auf Nähe, Harmonie und gemeinsame Verantwortung. Dieses Führungsverständnis funktioniert jedoch nur bei Mitarbeitenden, die sich bereits selbst gut führen können. Schwieriger wird es, wenn die gewünschte Leistung ausbleibt, Erwartungen ungeklärt sind oder Entscheidungen Widerstand auslösen.

Den wenigsten ist klar, dass sie als Führungskraft systemisch betrachtet kein gleichberechtigter Teil des Teams mehr sind. Sie tragen nun die Verantwortung für den Rahmen der Zusammenarbeit. Dazu gehören klare Erwartungen, verlässliche Strukturen und transparente Entscheidungswege. Auch regelmäßige Gespräche und eindeutig definierte Verantwortlichkeiten sind nötig, um dem Team Orientierung zu geben.

Ein klarer Rahmen steht guten Beziehungen nicht entgegen. Er schafft psychologische Sicherheit und schützt vor Abhängigkeiten. Ausgewogene Führung verbindet deshalb Beziehung und Autorität. Wer Erwartungen frühzeitig klärt, kann Feedback geben, Leistung einfordern und Entwicklung ermöglichen. So entsteht eine Führungskultur, die Nähe zulässt und zugleich Orientierung bietet.

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