#015 - Podcast statt Rundmail: So erreichst du deine Mitarbeitenden wirklich
Episode von Das Podcast Sales System von Alexander Schmid · 20. August 2026 · 33 min
Interne Kommunikation läuft in den meisten Unternehmen über E-Mail, Rundschreiben und Intranet. Genau da liegt das Problem: gelesen wird das alles zu wenig. Alexander spricht darüber mit Axel Robert Müller, langjährigem Moderator der Bayern 3 Morningshow und heute Produzent von Unternehmenspodcasts für Audi, Allianz, Würth und McDonald's.
Axels Kernargument ist simpel: Mitarbeitende haben viel zu tun und wenig Zeit. Wer einen Teil der Kommunikation aufs Ohr verlagert, erreicht auch die Kollegen am Band, im Lager und im Aussendienst, die keinen Bildschirmarbeitsplatz haben. Ab 200 bis 300 Mitarbeitenden lohnt es sich, das zu professionalisieren. Darunter reichen oft zehn selbst gesprochene Minuten pro Quartal, quasi eine erweiterte Sprachnachricht an das Team.
Der Aufbau kommt direkt aus dem Radio: ein Aufmacherinterview von sechs bis sieben Minuten, danach ein Nachrichtenblock, der wie ein virtueller Rundgang durch alle Abteilungen führt, mit O-Tönen vom Fuhrparkleiter bis zur Kantine. Dazu ein fester Sendeplatz, weil der Mensch ein Gewohnheitstier ist und seine Gewohnheiten nicht am Werkstor abgibt.
Die Zahlen dazu sind angenehm ehrlich. Bei einer spitzen Zielgruppe von 300 Vertriebsmitarbeitenden liegen die Abrufe zwischen 200 und 250, also bei 80 bis 90 Prozent. Bei Konzernen mit mehreren zehntausend Mitarbeitenden sind es 8 Prozent, bei Vorstandsfolgen 20.
Und die Nachricht für alle, die gerade Angebote einholen: ein Studio braucht ihr nicht. Bild über Teams oder WebEx, Ton über die Sprachmemo-App am Handy, direkt ans Ohr gehalten. So entsteht eine Schalte nach Shanghai, während der Vertriebschef auf sein Boarding wartet.
Du erfährst:
- Warum Rundschreiben und Intranet die halbe Belegschaft nie erreichen
- Ab welcher Unternehmensgrösse sich ein Mitarbeiter-Podcast lohnt
- Wie der virtuelle Rundgang durch alle Abteilungen aufgebaut ist
- Welche Frequenz und Länge in der Praxis wirklich funktionieren
- Welche Abrufquoten realistisch sind, von 8 bis 90 Prozent
- Warum ihr für die Produktion kein Studio braucht
- Wann Audio reicht und wann Video den Unterschied macht
Timestamps:
00:00 Der Chef direkt im Ohr der Mitarbeitenden
01:13 Warum Rundschreiben und Intranet zu wenig gelesen werden
03:26 Ab welcher Unternehmensgrösse sich ein Podcast lohnt
07:23 Der Aufbau: Aufmacherinterview und Nachrichtenblock
08:27 Der virtuelle Rundgang durch alle Abteilungen
11:53 Frequenz: von alle 14 Tage bis dreimal im Jahr
14:35 Der feste Sendeplatz macht den Podcast zur Gewohnheit
15:26 Einschaltquoten: 80 bis 90 Prozent bei spitzer Zielgruppe
17:57 Audio oder Video: die ehrliche Gegenrede
26:23 Ohne Studio produzieren, das Handy reicht
Links zur Folge:
Marktführer Kommunikation, Axel Robert Müller: https://www.marktfuehrer-kommunikation.de/
Über Alexander Schmid
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