Ebay-Deutschlandchefin: „Wir sehen Temu und Shein nicht als Wettbewerber“
Episode von Capital – der Wirtschaftspodcast von Capital / RTL+ · 6. August 2026 · 28 min
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Die Handelsplattform Ebay gehörte auch in Deutschland zu den Pionieren im Ecommerce. Mit Auktionen und skurrilen Verkäufen wie dem Golf des früheren Papstes erwarb man sich den Ruf eines Marktplatzes für alle, die ihren Speicher entrümpeln. Aktuell gibt es in Deutschland 18 Millionen Kunden. Im Laufe der Jahre aber hat sich die Plattform von den alten Prinzipien entfernt, es kamen immer mehr professionelle Händler, und auch das Prinzip der Auktion trat in den Hintergrund. Ebay wurde damit beliebiger und angreifbarer für Billig-Verkäufer aus China und anderen Ländern. Das soll sich nun ändern, das Unternehmen will zurück zu seinen Wurzeln. „Wenn man sich die Jahre zwischenzeitlich anschaut, gab es einen Teilbereich, da Ebay mehr in Neuware reingegangen ist“, sagt Deutschlandchefin Saskia Meier-Andrae im Capital Wirtschaftspodcast. „Seit einigen Jahren fokussieren wir uns sehr dediziert auf unseren Kern.“ Auktionen machen derzeit nur 20 Prozent der Verkäufe auf der Plattform aus, weshalb Ebay ein Format namens „Live Shopping“ aufgelegt hat, bei dem die Händler ihre Ware in Live-Videos anpreisen und auf Kundenanfragen direkt reagieren. „Live Shopping ist wie QVC auf LSD“, sagt Meier-Andrae – die glaubt, dass sich Ebay so von anderen abgrenzen kann: „Wir sehen Shein oder Temu nicht als Wettbewerber.“ Im Podcast erzählt Meier-Andrae, warum sie vor künstlicher Intelligenz keine Angst hat und für welche Summe eine Playmobil-Figur von Friedrich Merz unter den Hammer kam.
Eine Produktion von RTL+ Podcast.Host: Nils Kreimeier.Redaktion: Lucile Gagnière.Produktion: Andolin Sonnen. +++Weitere Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier: https://linktr.ee/diestundenull +++60 Tage lang kostenlos Capital+ lesen - Zugriff auf alle digitalen Artikel, Inhalte aus dem Heft und das ePaper. Unter Capital.de/plus-gratis
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