Essstörungen - Wie können wir sie frühzeitig erkennen?
Episode von Blaue Reihe nachgefragt – Der Psychotherapie-Podcast von Hogrefe Verlag · 28. September 2026 · 1 h 05 min
Inhaltshinweis: In dieser Folge geht es um Essstörungen und damit verbundene Symptome, Warnzeichen sowie körperliche und psychische Folgen. Die Inhalte können für Menschen mit eigener oder vergangener Erfahrung mit Essstörungen belastend sein.
Essstörungen beginnen häufig bereits in der Jugend oder im jungen Erwachsenenalter. In dieser Folge von Blaue Reihe nachgefragt spricht Anita Wilke mit Prof. em. Dr. Brunna Tuschen-Caffier darüber, wie Essstörungen entstehen, woran sie frühzeitig erkannt werden können und warum professionelle Unterstützung wichtig ist.
Im Mittelpunkt stehen die drei Hauptformen Anorexia nervosa (Magersucht), Bulimia nervosa (Ess-Brech-Sucht) und Binge-Eating-Störung. Die Psychologische Psychotherapeutin und emeritierte Professorin erklärt, welche biologischen, psychischen und sozialen Faktoren bei der Entstehung eine Rolle spielen und warum es nicht die eine Ursache für eine Essstörung gibt.
Das erwartet Sie in dieser Folge:
• Welche Essstörungen gibt es und wie unterscheiden sie sich?
• Woran können Angehörige und Betroffene erste Anzeichen erkennen?
• Welche Risikofaktoren spielen eine Rolle?
• Warum ist eine frühe Behandlung wichtig?
• Welche ambulanten und stationären Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
• Wie können Angehörige hilfreich unterstützen?
• Warum sind Rückschläge kein Zeichen des Scheiterns?
Eine wichtige Botschaft der Folge: Essstörungen haben nicht die eine Ursache. Verschiedene biologische, psychische und umweltbezogene Faktoren können zusammenwirken. Dabei können auch erlernte Muster eine Rolle spielen – und was gelernt wurde, kann wieder verlernt werden.
Auch Rückschläge können zum Behandlungsverlauf gehören. Sie bedeuten nicht, dass bisherige Fortschritte verloren sind, sondern können eine Gelegenheit sein, bereits erlernte Strategien erneut anzuwenden und weiterzuentwickeln.
Gast der Episode: Prof. em. Dr. Brunna Tuschen-Caffier
Prof. em. Dr. Brunna Tuschen-Caffier ist emeritierte Professorin und Psychologische Psychotherapeutin. Ein Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen und psychotherapeutischen Arbeit liegt auf der Entstehung und Behandlung von Essstörungen.
Hilfe und Unterstützung
Wenn Sie selbst von einer Essstörung betroffen sind oder sich Sorgen um eine nahestehende Person machen, holen Sie sich Unterstützung.
Informationen und Beratungsangebote finden Sie beispielsweise bei spezialisierten Beratungsstellen. Auch der Austausch mit anderen Betroffenen oder Angehörigen, kann unterstützend sein.
Literaturtipps
Ratgeber Anorexia nervosa
Ratgeber Bulimie
Ratgeber Binge-Eating-Störung
Hinweis: Nicht jedes auffällige Essverhalten bedeutet automatisch, dass eine Essstörung vorliegt. Entscheidend ist das Gesamtbild und insbesondere die Frage, wie stark das Verhalten das Leben der betroffenen Person beeinträchtigt. Wenn Ihnen die Folge gefällt, abonnieren Sie Blaue Reihe nachgefragt, empfehlen Sie den Podcast weiter und folgen Sie uns auf Instagram, um keine neuen Folgen zu verpassen.
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