Konflikt & Kontrolle: Dschihadisten, Militärregime und internationale Interessen im Sahel
Episode von Auslandsinfo von Um die Welt mit der Konrad-Adenauer-Stiftung · 30. März 2026 · 22 min
Der Sahel steht an einem geopolitischen Wendepunkt: Militärregime festigen ihre Macht, neue Allianzen entstehen – und internationale Akteure wie die USA, Russland, die Türkei und die Golfstaaten bauen ihren Einfluss gezielt aus. Während sich einige Staaten vom Westen abwenden, verschieben sich die Kräfteverhältnisse in einer ohnehin fragilen Region spürbar.
Die Region gilt inzwischen als globales Epizentrum des Terrorismus. Mehr als die Hälfte aller terrorbedingten Todesfälle weltweit entfällt auf den Sahel. Terrororganisationen breiten sich weiter aus – und bedrohen zunehmend auch die stabileren Küstenländer Westafrikas.
Gleichzeitig wachsen die strukturellen Spannungen: In den fünf Kern-Sahelländern Burkina Faso, Tschad, Mali, Niger und Mauretanien leben heute rund 100 Millionen Menschen, das Durchschnittsalter liegt bei etwa 17,7 Jahren, die Geburtenrate bei fünf bis sieben Kindern pro Frau.
Mali, Niger und Burkina Faso rücken enger zusammen und bauen eine gemeinsame Militärallianz auf.
Was bedeutet diese neue Allianz für die Sicherheit im Sahel?
Welche Interessen verfolgen externe Akteure – und welche Folgen hat das für die Region und Europa?
Darüber spricht Magdalena Falkner mit Ulf Laessing, Leiter des Regionalprogramms Sahel der Konrad-Adenauer-Stiftung mit Sitz in Bamako.
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