Mehr Liebe wagen

Episode von Aus der Bauhütte von Antje Hansen & Barbara Rüth · 13. Februar 2026 · 21 min

Wir beobachten im öffentlichen Diskurs eine zunehmend stärker werdende Polarisierung hin zu einfachem Schwarz-Weiß-Denken. Sachverhalte und Äußerungen können nicht mehr sowohl- als auch sein. An die Stelle des besseren Arguments tritt eine Zugehörigkeitspolitik, die häufig zumindest von einer Diskreditierung des Gegenübers gekennzeichnet ist. Dem möchten wir als Freimaurerinnen ein radikales Konzept entgegensetzen und dazu aufrufen, mehr Liebe zu wagen.

Wenn wir im Februar, einen Tag vor dem Valentinstag, von Liebe reden, denken viele vielleicht zunächst an die romantische Liebe. Diese ist aber kulturhistorisch ein relativ neues Konzept. Vorher war Liebe Gottesliebe, Nächstenliebe, Feindesliebe, die Liebe für ein Land, für eine Gemeinschaft, zu einer Kultur, freundschaftliche Liebe. "Liebe ist eine Form der Fürsorge für jemanden und etwas. Es ist ein aktiver Prozess, eine Aktivität, etwas, das man tut als eine Praxis", so beschrieb Erich Fromm den Begriff der Liebe. Antje und Barbara untersuchen in der aktuellen Folge Aus der Bauhütte wie sich der Liebesbegriff philosophisch entwickelt hat und diskutieren das Problem des Mitseins mit Anderen in der Welt.

Daraus lässt sich ableiten, dass eine liebevolle Praxis erlernbar ist und sich ein politischer Auftrag zu radikaler Freundlichkeit ergibt.

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