COP in Baku: "Aserbaidschan ist ein klassischer Petrostaat"

Episode von Auch das noch? von DIE ZEIT · 30. Oktober 2024 · 52 min

Zum dritten Mal nach Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten

richtet eine Autokratie, die vom Erdgas lebt, den Klimagipfel aus. Und

wieder ist eine autoritäre Regierung die Gastgeberin. Was bedeutet das

für die Zivilgesellschaft, für die Delegierten aus aller Welt und für

die Erwartungen, die man an diese COP29 haben darf? – ZEIT-Korrespondent

Michael Thumann kennt Aserbaidschan seit den Neunzigerjahren. Mit ihm

sprechen wir über das Land und dessen Regierung. Und er erklärt, warum

er es in der Klimakrise richtig findet, wenn auch Akteure wie

Aserbaidschan mit über Klimaschutz reden.

In jeder Folge von Auch das noch? – der freundliche

Krisenpodcast sprechen ZEIT-Politikredakteurin Petra Pinzler und

Wissenschaftsredakteur Stefan Schmitt über eine Krise der Gegenwart: Es

geht um die Klimakrise, das Artensterben, die Energiekrise und Kriege.

Jedes Mal hilft eine Expertin oder ein Experte zu verstehen, wie alles

zusammenhängt. Nicht um zu verzweifeln, sondern weil Verstehen der erste

Schritt zur Lösung ist. Und um Lösungen geht es natürlich auch.

Das Team von Auch das noch? erreichen Sie unter [email protected]. Alle

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Shownotes

- Das Autorenprofil unseres Gastes, Michael Thumann, dem Moskauer

Büroleiter der ZEIT, finden Sie bei ZEIT ONLINE ebenso wie

den Ostcast, den er  mit Alice Bota hostet.

- Wer nach Westen will, muß warten hieß der erste Text, den Michael

Thumann im Jahr 1992 für die ZEIT schrieb. Er handelt von der im

Podcast angesprochenen Sitzung des Europarats, dem auch

Aserbaidschan angehört, in Istanbul.

- Sie reden jetzt übers Klima heißt die Reportage, die Michael Thumann

im Frühsommer über die Gipfelvorbereitungen in Baku geschrieben hat

(ZEIT 21/2024).

- Dies sind die 46 Mitgliedsstaaten des Europarats, von A wie Albanien

(und Aserbaidschan) bis Z wie Zypern.

- Wie die Geopolitik (und die Widersprüche einer nach wie vor

überwiegend von fossilen Brennstoffen getriebenen Weltwirtschaft)

die Klimaverhandlungen bei der COP27 in Ägypten belastete,

beschrieben Andrea Böhm, Tina Hildebrandt und Petra Pinzler in der

ZEIT 46/2022: Krieg vor Klima.

- Die amerikanische Umweltwissenschaftlerin Holly Jean Buck denkt seit

Langem über die Notwendigkeit von CO2-Entfernung aus der Atmosphäre

nach. Diese könne ein Eckpfeiler dystopischer wie auch utopischer

Zukünfte sein, schreibt sie in dem Artikel Saugt es wieder

ein! (Jacobin, April 2022).

- Sie werden nicht kampflos untergehen, sagte die Historikerin Naomi

Oreskes im Interview mit der ZEIT (51/2023) über die Öl- und

Gasindustrie.

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