Die überschwängliche Güte Gottes (Psalm 103) - Richard Friesen
Episode von Allein aus Gnade - Bibeltreue Predigten der Evangelisch-Baptistischen Christusgemeinde von EBC Waiblingen - Bibeltreue evangelische Baptisten Gemeinde für Jesus Christus · 5. Juli 2026 · 14 min
## Zusammenfassung
David lobt Gott in Psalm 103 dafür, dass Er uns nicht nach unseren Sünden behandelt, sondern Seine unendliche Güte über uns walten lässt.
## Details
Die Predigt behandelt Psalm 103, Verse 10-12, einen Lobgesang Davids über Gottes Gnadenerweise. Der Prediger strukturiert seine Auslegung in drei zentrale Aspekte der göttlichen Güte:
**1. Was Gott nicht getan hat (Vers 10)**
David bekennt, dass Gott ihm nicht nach seinen Sünden vergolten hat. Obwohl David Ehebruch und Mord begangen hatte – Vergehen, die laut mosaischem Gesetz den Tod verdienten – wurde er nicht gesteinigt. Der Prediger betont, dass dies auch für jeden Zuhörer gilt: Jede einzelne Sünde verdient eigentlich den Tod (Römer 6,23), doch Gott handelt nicht entsprechend unserer Verdienste mit uns.
**2. Wie Gott ist (Vers 11)**
Die Begründung für Gottes gnädiges Handeln liegt in Seinem Wesen. Seine Güte (hebräisch: Gnade/Treue) ist so hoch wie die Himmel über der Erde – unendlich und unerforschlich. Der Begriff "gewaltig" wird mit der Sintflut verglichen: Wie die Wassermassen selbst die höchsten Berge bedeckten, so überdeckt Gottes Güte den größten Berg unserer Sünden vollständig. Diese Güte gilt speziell denen, die Gott fürchten – eine Furcht, die bei der Bekehrung ins Herz gelegt wird.
**3. Was Gott getan hat (Vers 12)**
Gott hat unsere Sünden so weit von uns entfernt wie der Osten vom Westen – eine unendliche Distanz. Die Predigt verwendet verschiedene biblische Bilder: Sünden werden in die Tiefen des Meeres geworfen, hinter Gottes Rücken geworfen, und Er gedenkt ihrer nicht mehr (Hebräer 8,12). Dies geschieht durch Christus, auf den alle Sünden gelegt wurden.
Der Prediger schließt mit der Ermutigung, dass dies der einzige Grund ist, warum Gläubige zum Abendmahl kommen können – nicht aufgrund eigener Würdigkeit, sondern weil Gott die Sünden ein für allemal weggenommen hat und nie wieder an sie denken wird.
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