235 - Hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen sich die Mörder
Episode von A Distanza - Aufklärung und Kritik von Philipp Hanslik · 11. September 2026 · 1 h 16 min
25 Jahre ist der Anschlag auf die Twin Towers und das Pentagon nun her. Der barbarische islamistische Terroranschlag hat sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt und veränderte den Lauf der Welt. Auf den Massenmord folgte die US-Intervention in Afghanistan und zwei Jahre später die umstrittene militärische Absetzung Saddam Husseins im Irak.
Mit Alex Feuerherdt spreche ich vor allem über die damalige Rezeption der Anschläge in Deutschland: es verging nur kurze Zeit, bis hierzulande wieder die üblichen "Experten", Friedensapostel und Amerikahasser ihre Einschätzung der Lage zum Besten gaben. Über die Ideologie der Al Kaida-Attentäter wurde kaum gesprochen, stattdessen hieß es, der Hunger und die ungerechte Weltwirtschaftslage treibe die Terroristen an und die ganz Bekloppten von links wie von rechts rechtfertigten den Massenmord an 3000 Zivilisten gleich ganz und erkannten darin entweder eine gerechtfertigte antiimperialistische Tat oder einen lobenswerten Angriff auf den "jüdischen Mammonismus" (so der Neonazi Horst Mahler, womit er schon ganz richtig den antisemitischen Gehalt der Anschläge erkannte). Aber im Zuge von 9/11 bildete sich auch eine zeitweise durchaus hegemoniale Strömung in der linken Szene heraus, die mit der Verklärung der Attentäter und ihrer Motive Schluss machen wollte und folgerichtig Antisemitismus, Antiamerikanismus und Zivilisationsfeindschaft ins Visier nahm.
Und heute, 25 Jahre nach 9/11? In New York regiert ein Bürgermeister, der Geschichten aus dem Paulanergarten über angeblich weit verbreitete "Islamophobie" erzählt und sich nicht von zweifelhaften Personen und Parolen distanzieren will, der sog. Islamogauchismus ist auf dem Vormarsch und es herrscht eine allgemeine Müdigkeit vor, wenn es darum geht, die Idee westlicher Freiheit zu verteidigen. Osama bin Laden würde vor Freude in die Hände klatschen...
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